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Klimawandel und Textilien
Durchschnittlich verursacht jeder Mensch in der Schweiz 14 Tonnen CO2 pro Jahr (*). Um den globalen Temperaturanstieg auf das international ausgerufene Ziel von 2, besser von 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau von 1850 zu beschränken, muss innerhalb der nächsten Jahre der CO2-Fussabdruck pro Person weltweit deutlich reduziert werden. Mit ein paar einfachen Tipps zum Konsum von Textilien kann ein erster Schritt zur Reduktion getan werden.
Laut den neuesten Berichten des Weltklimarats IPCC haben menschliche Aktivitäten bisher zu einer globalen Temperaturerhöhung von ungefähr 1 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau geführt. Regional schwankt diese Angabe jedoch deutlich. In der Schweiz betrug der Temperaturanstieg bislang ungefähr 2 °C. Bleiben die globalen Emissionen auf dem aktuellen Level, kann die weltweite Erwärmung schon ab dem Jahr 2030 1,5 °C betragen. Um den globalen Temperaturanstieg auf unter 1,5 °C zu beschränken, sind innerhalb der nächsten Jahre auf internationaler Ebene umfassende Massnahmen zur Emissionsreduktion notwendig.
Fast Fashion führt zu hohem Wasser und Energieverbrauch
Die meisten Emissionen verursacht mit 32% Prozent der Verkehr, gefolgt von Industrie und Gewerbe. Zu all diesen Emissionen tragen wir direkt und indirekt durch unsere alltäglichen Aktivitäten, unseren Lebensstil und unser Konsumverhalten bei. Häufig bleibt beim intensiven Konsumverhalten von Fast Fashion das Bewusstsein für den hohen Wasser- und Energieverbrauch, der von der Produktion der Rohstoffe über die internationale Distribution bis hin zum Beseitigungsaufwand anfällt, unbeachtet. Dazu kommt, dass viele der neu gekauften Kleidungsstücke nicht einmal getragen werden und im Schrank hängen bleiben. Es lassen sich also auch im Bereich der Kleidung bei angepasstem Verhalten und bewusstem Konsum massiv Treibhausgasemissionen einsparen.
Bewusster Konsum und Umdenken im Alltag senkt den eigenen CO2-Ausstoss
Jede:r Einzelne kann etwas tun. Die Möglichkeiten, den individuellen CO2-Fussabdruck zu reduzieren, sind vielfältig und häufig mit nur geringem Aufwand verbunden. Meist können ein bewussteres Handeln im Alltag und das Überdenken verschiedener Angewohnheiten schon einen grossen Effekt erzielen.
Tipps:
- Achte beim Kauf auf die Qualität und Verarbeitung. Je länger du das Kleidungsstück trägst, umso besser ist sein CO2-Fussabdruck.
- Wäge zwischen Onlineeinkauf und dem Einkauf im nächsten Geschäft ab.
- Entscheide dich für Sammelbestellungen.
- Wenn du dich für den Einkauf im nächsten Geschäft entscheidest, kombiniere diesen am besten mit weiteren Terminen und nutze den öffentlichen Nahverkehr.
Weitere Tipps findest du auch im Blog Artikel von Susanne Rudolf von Fashion Revolution.
Es gibt also einige Punkte, mit denen wir die CO2-Emissionen verringern können. Dabei geht es nicht um einen Verzicht auf Schönes im Leben, sondern auf ein Bewusstsein für den Wert von Kleidung und Textilien.
(*)Bericht Bundesamt für Umwelt
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