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23. Juli 2026
Mirjam Rodehacke

Nachhaltiger Badespass: Modeinspiration für einen kühlen Sommer

Die warme Phase des Jahres ist da, und wie! Aufgrund der Hitze möchten wir uns aktuell nur in die nötigste Kleidung hüllen. Umso besser, wenn es dabei gelingt, die eigenen Fashion-Anforderungen und die Bedürfnisse der Umwelt zu kombinieren. Wir zeigen euch nachhaltigere Optionen auf, damit ihr informiert entscheiden könnt.

Sommer, Sonne, Badespass? Damit das Wasser, das uns Abkühlung bietet, nicht unnötig durch Chemikalien und Mikroplastik belastet wird, lohnt sich ein genauer Blick hinter die Fassade der Nachhaltigkeits-Versprechen der Modeindustrie.

Das Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit kann auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden. Dabei können verschiedene Ansätze auch zu Zielkonflikten führen. So sind Naturfasern zwar biologisch abbaubar, ihr Anbau benötigt jedoch oft viele Ressourcen. Ein Unternehmen produziert lokal, während ein anderes Arbeitsplätze in den Herkunftsländern der Rohstoffe schafft. Deshalb ist es wichtig, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig abzuwägen.

Wir möchten euch eine Orientierung geben, damit ihr den Fokus bewusst auf eure Bedürfnisse setzen könnt.  


Für mehr Durchblick gehen wir hier auf drei Kategorien ein, die aus unserer Sicht einen wichtigen Nachhaltigkeitsfaktor haben:

  1. Kreislaufwirtschaft: Ressourcenschonende und transparente Produktions- und Konsumweisen, die Produkte und Materialien möglichst in einem geschlossenen Kreislauf halten und nachhaltiges Wirtschaften fördern.

  2. Material: Auswahl der Materialien, z. B. recycelte oder biobasierte Kunstfasern sowie organische Naturfasern. Je nach Material gibt es unterschiedliche Vor- und Nachteile hinsichtlich Umweltbelastung, Haltbarkeit und Recycling.

  3. Langlebigkeit: Bewusste Auswahl, sorgfältige Pflege und Reparatur von Produkten, damit sie möglichst lange genutzt werden können.


 

Beispiele für nachhaltige Bademode
wo liegt dein Fokus?

Verschiedene Unternehmen verfolgen unterschiedliche Ansätze, um nachhaltig zu agieren. Wir stellen vor, was sie anbieten.


 

FOKUS: Kreislaufwirtschaft

Ein geschlossener Kreislauf ist wichtig, um die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales) langfristig in Einklang zu bringen.
 

Neumühle, Zürich


 

Roundriver, Zürich

 

Beide Produkte stammen aus recyceltem Kunststoff. Es existieren aber auch andere synthetische Optionen sowie Zwischenformen. So kommt beispielsweise vermehrt bio-basiertes Polyamid (gehört zu den Kunststoffen) zum Einsatz. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
 

Wenn ihr noch genauer wissen wollt, wie die Kreislaufwirtschaft im Textilbereich funktionieren kann – hier geht’s zum Artikel:  Lerne die Kreislaufwirtschaft kennen. Auch unser Interview mit Tina Tomovic, Dozentin an der Hochschule Luzern, gibt spannende Einblicke ins Thema: Kreislaufwirtschaft in der Mode – über Haken, Hebel und Hoffnung.


 


 

FOKUS: Material

Natürliche Materialien oder synthetische Stoffe – welche Wahl triffst du?

Für organische Materialien sprechen vor allem ihre Hautfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit. Nachteile sind jedoch ihre geringere Strapazierfähigkeit und Formbeständigkeit sowie der höhere Pflegeaufwand. Zudem kann der Anbau – je nach Rohstoff – viele Ressourcen benötigen. Eine Ausnahme ist beispielsweise recycelte Bio-Baumwolle. Durch den Recyclingprozess verliert sie jedoch an Festigkeit und eignet sich deshalb nur eingeschränkt für funktionelle Badekleidung.

Die künstliche Option bietet dafür mehr Robustheit, Formbeständigkeit und Langlebigkeit. Allerdings können sie bei der Nutzung Mikroplastik und Chemikalien an das Wasser abgeben. Zudem werden viele synthetische Fasern aus fossilem Erdöl hergestellt.


 

Lovjoi, Hanau


 

[Empfehlungen aus der Insta-Welt von Wasteless Hero]


 

Zubek, POL

Pure Earth Collection, UK


 

Isole Vulcani, IT

Pepper Vally, GR


 

Wenn ihr mehr über Textilien und deren Zukunftstrends erfahren möchtet, empfehlen wir euch die Artikel: Nachhaltige Materialien: Gestalte deinen Kleiderschrank umweltfreundlich und Modezukunft anziehen: Innovative Materialien auf dem Vormarsch.


 

FOKUS: Langlebigkeit

Wenn ein Kleidungsstück den eigenen Wünschen entspricht und richtig gut passt, steigen die Chancen, dass es lange getragen wird – oder nicht? Und genau darin steckt oft der grösste Nachhaltigkeitsfaktor.


 

Sanikai, Zürich

Volans, Zürich

Madame Pierre, Rapperswil

Ein nachhaltiges Kleiderleben beginnt beim Kauf und entscheidet sich langfristig im persönlichen Umgang. Weitere passende Infos dazu findet ihr in folgenden Artikeln: Orientierung beim Kleiderkauf leicht gemacht – eine Übersicht der Textillabels und 7 Tipps wie du deine Kleidung nachhaltig pflegst.


 

Es gibt verschiedene Wege in Richtung Nachhaltigkeit. Die Entscheidung muss dabei nicht von Verzicht getrieben sein. Bewusstes und reflektiertes Handeln ist nachhaltiger.


 


Was ihr sonst noch tun könnt
:


 

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